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Für die
Herstellung der frühen Atelierskameras wurden meistens edle
Hölzer verwendet und die Armaturen waren aus glänzendem
und oftmals fein ziseliertem Messing. Diese Geräte wurden für
den statischen Einsatz in Ateliers gefertigt und waren dadurch recht
schwerfällig in der Bedienung. Die speziellen Stühle auf
denen die zu Portraitierenden Platz genommen hatten, waren in der
Regel mit Kopf- bzw. Genickstützen versehen. Anders wäre
es gar nicht möglich gewesen, so lange still zu sitzen, bis
das Bild dann endlich im "Kasten" war.
Die heutigen
Studiokameras sind immer noch gross und schwer. Dennoch war die
technische Entwicklung enorm. Die rustikale und leicht wacklige
Einstelltechnik vergangener Modelle wich modernster Feinmechanik.
High-Tech Errungenschaften hielten Einzug bei der Entwicklung neuer
Kameramodelle. (Obwohl an dieser Stelle zu erwähnen ist, dass
die aktuellen Studiokameras auch schon rund 20-jährig sind,
wenn man von "heutigen" Modellen spricht).
Das Fotografieren
mit Grossformatkameras an und für sich ist über Jahrzehnte
hinweg praktisch unverändert geblieben. So werden auch heute
noch Planfilme belichtet, die chemisch entwickelt werden. Ich entwickle
noch immer sämtliche Negative einzeln, in der Dunkelkammer
mittels Schalenentwicklung. Nur so habe ich Gewähr, das Beste
aus den belichteten Negativen herauszuholen. Und das ist ja schliesslich
die Basis für einen hervorragenden Papierabzug - sei es auf
edlem baryt oder hochwertigem Büttenpapier.
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